Kaiserslautern...



Unsere Stadt ist sicherlich vor allem als die Stadt der "Roten Teufel" bekannt.

So werden auf jeden Fall die Spieler des 1. FC Kaiserslautern genannt.

Es ist unbestritten, dass sich bei uns vieles, aber bei weitem nicht alles um den Fußball dreht.


Internationalen Bekanntheitsgrad hat Kaiserslautern als bedeutender Wirtschaftsstandort der Westpfalz unter anderem durch die Technische Universität und Fachhochschule, die Präsenz der Fraunhofer-Institute und den lebendigen Austausch mit elf Partnerstädten in Europa und Übersee erlangt.
Seit über 50 Jahren Stationierung der amerikanischen Streitkräfte in der Region gehört auch “Amerikanisches Leben” bei uns zum Alltag.

unser StadtwappenIn unserem Stadtwappen befindet sich ein Fisch und zwar ein Hecht, der auf eine Sage zurückzuführen ist:

Bei der Sage vom Hecht im Kaiserwoog geht es um eine Begebenheit, die sich im ausgehenden Mittelalter in der Kurpfalz zugetragen haben soll.

Die Kaiserpfalz zu Lautern, eine kaiserliche Residenzburg, nach der die Stadt später Kaiserslautern genannt wurde, war von einem breiten Wassergraben umgeben, der auf der einen Seite zu einem großen Fischteich erweitert war, einem Woog. Dieser erhielt später den Namen Kaiserwoog.

Am 6. November 1497 soll im Kaiserwoog ein ungewöhnlicher Fang gemacht worden sein:

Bedienstete der Kaiserpfalz haben einen riesig großen Hecht gefangen, dessen Länge bei ca. 5,70 m (altes Maß: 19 Schuh) lag und der ein Gewicht von 350 Pfund gehabt haben soll.

Um den Hals soll der Riesen-Hecht einen vergoldeten Kupferring samt Kettchen mit einer griechischen Inschrift getragen haben. Diese Inschrift übertrug Bischof Johannes von Worms, der zugleich Kanzler des Pfalzgrafen war, ins Deutsche:

„Ich bin der Fisch, so am ersten unter allen in den See getan worden durch des Kaisers Friedrich des Anderen (Barbarossa-Enkel Friedrich II) Händ den 5. Weinmonat im Jahre eintausendzweihundertunddreißig.“

Der Riesenfisch wurde in die damalige kurpfälzische Hauptstadt Heidelberg gebracht und an der Tafel des Kurfürsten Philipp verspeist. Der Ring mit der Inschrift wurde lange Zeit in der kurfürstlichen Schatzkammer aufbewahrt. Auf einem daneben aufgestellten Täfelchen war zu lesen:

„Dieses ist die Form des Ringes oder des Kettchens, so der Hecht an seinem Halse 267 Jahre getragen hatte.“

So kam der Hecht in unser Stadtwappen und das gleich nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Im 18. Jahrhundert begann man damit, die Teiche trockenzulegen. Dadurch musste auch der Kaiserwoog daran glauben. Allerdings die am Stadtrand gelegenen Gewässer Vogelwoog, Gelterswoog und Blechhammer blieben erhalten und sind auch noch heute beliebte Naherholungsgebiete.


Größere Kartenansicht